Bündelung der Kräfte im Jugend – Handball
Der LTV Wuppertal wird ab 01.04.2010 seine männliche Jugend im Handball in einer Spielgemeinschaft zusammen mit dem TV Beyeröhde zusammenführen. Die JSG Wuppertal Osten 2010 ermöglicht dann endlich wieder die Hoffnung, auch bei der männlichen Jugend mehrfach, vielleicht sogar in allen Altersklassen in der Oberliga oder Verbandsliga vertreten zu sein.
Seit zwei Jahren wurden schon Gespräche mit Beyeröhde geführt. nachdem sich bei beiden Vereinen abzeichnete, dass mangels Masse nicht alle Mannschaften gemeldet werden konnten und immer häufiger Jugendspieler zu früh in die nächste Jugend hochgezogen werden mussten. In den letzten Monaten haben Jürgen Buschhaus und vor allem Norbert Zips mit großer Energie und hohem Zeitaufwand die Verhandlungen zum Erfolg geführt.
Die Jugendlichen bleiben jeweils in ihrem Stammverein und zahlen dann auch dort ihren Beitrag. Alle Kosten, Trainerentgelte, Verbandsbeiträge, Schiedsrichterkosten, Materialkosten etc., werden anteilig entsprechend der gemeldeten Jugendlichen aufgeteilt. Doppelspielrechte können bei den Stammvereinen wahrgenommen werden. Für die Qualifikationsspiele zur Oberliga im Frühjahr 2010 gilt allerdings noch keine Spielgemeinschaft, die daran teilnehmenden Spieler müssen dann die Spielberechtigung des jeweiligen Vereins haben.
Mit der Spielgemeinschaft werden die Hallenzeiten und Trainer – Kapazitäten gebündelt, dadurch ergeben sich mehr Möglichkeiten, den Jungs sowohl leistungsorientierten Handball als auch vernünftigen Breitensport anbieten zu können. Die Vereinbarung gilt zunächst für ein Jahr, eine Fortsetzung darüber hinaus wird jedoch von beiden Vereinen angestrebt.
LTV – Dinos: Die etwas andere Mannschaft
Man muss sie einfach lieben, anders geht es nicht! Denn nur so erschließt sich der durchaus vorhandene eigenwillige Charme von LTV IV, besser bekannt als den LTV-Dinos.
Seit nunmehr mehreren Jahrzehnten treffen sich die ca. 17 Aktiven im Alter von 72 Jahren (Willi Jürgensmeyer) bis zum „Küken“ Harald Benninghoven (46) regelmäßig mittwochs von 20 Uhr – 21.30 Uhr in der kleinen Sporthalle Wichlinghausen, um dem Handball und Fußball zu frönen. Dabei ist kein teurer Trainer von Nöten. Basisdemokratisch sind die diversen Aufgaben (Kasse, Leibchen, Bälle, Harztopf, Fleisch, Bier, Grillgut, Griller, BHZ-Wart u.ä) verteilt. Nachdem man von der D-Jugend Kreismeisterschaft 1964 bis zum Europapokaltitel schon alle Trophäen im Schrank hat, geht es mittwochs nicht mehr um Leben und Tod. Nein! Es geht um mehr! Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man so manche spontane körperliche und verbale Attacke eines ganz normalen Übungsabends in Betracht zieht. Aber auf wundersame Weise wird sich am Ende des Trainingsabends aber mit einem „High-Five“ gegenseitig abgeklatscht und alles ist spätestens beim anschließenden Bier mit Mettbrötchen/-schwarzbrot und Frikadelle im „Raucher-Club“ vom griechischen „Willi“ Tsarkovistaswilli vergessen.
Um Pfingsten herum zieht es die Truppe dann als „Vertikutierkommando“ zum Fußball und Grillen auf den „heiligen Rasen“ am Hedtberg. Mitte September, wenn man keine Würstchen und Steaks mehr sehen kann, geht es zur Freude von Vereinsheimbenutzern, Platzwart, Vorstand und Nachbarn wieder zurück in die Halle.
Bei allen vielleicht zu attestierenden punktuellen menschlichen Unzulänglichkeiten sind die Dinos aber ein leuchtendes Beispiel dafür, dass man erstens eine lange und stete Treue zum Langerfelder Turnverein pflegen kann (einige gehören dem Verein nun schon ca. 50 Jahre an) und dass man zweitens noch im fortgeschrittenen Lebensalter aktiv Sport treiben kann, der in der Gemeinschaft Gleichgesinnter doch am Schönsten ist, außerdem in dieser Art und auf diesem sportlichen Niveau weit über Wuppertal hinaus sicherlich seinesgleichen sucht. Wobei ein Großteil der Truppe anscheinend gar nicht genug vom Sport bekommen kann und die Zeit zwischen zwei Mittwochabenden in anderen Gruppierungen mit Segeln, Surfen, Golf, Rad fahren und Tennis überbrückt. Seit 20 Jahren geht es weiterhin an dem dritten Wochenende des neuen Jahres zur Tennistour nach Willingen, wo der dicke Ball gegen die kleine Filzkugel eingetauscht wird. Mögen unsere Orthopäden uns noch lange grünes Licht für unser Tun geben, denn anders wäre es schlecht!

Stehend v.l.: Heinz Heder, Peter Scharf, Achim Henkels,Horst Gamerschlag, Helmut Leithäuser, Ewald Kunze, Gunter Lietz
Sitzend v.l.: Harald Benninghoven, Rudi Lange,Peter "Sparwasser" Bodenhausen, Ralf Knop, Hans-Walter Buchholz






